Sonntag, den 20. Januar 2013 um 19:48 Uhr
Wie von den Wetterdiensten bereits am Vortag angekündigt musste in der Nacht auf Sonntag, den 20.01.2013 im Südwesten Deutschlands mit verbreitet starkem Glatteisregen gerechnet werden. Im südlichen Landkreis Reutlingen begann es bereits früh in der zweiten Nachthälfte kräftig zu regnen, ab ca. 3Uhr war auch der nördliche Landkreis betroffen. Der Boden war in unserer Region von dem leichtem Dauerfrost der letzten Tage gut duchgekühlt. Bei Temperaturen zwischen -2°C und -6°C verwandelten sich dich flüssigen und unterkühlten Regentropfen beim Auftreffen auf den Boden sofort zu klarem Eis. Innerhalb kürzester Zeit führte dies zu gefährlicher Glätte. Eine kurze Erklärung wie das geschieht finden Sie weiter unten im Artikel.
Zu Sonnenaufgang - während die letzten Regentropfen fielen - zeigte sich langsam das Ausmaß der Auswirkungen dieses relativ seltenen Ereignisses - hier in Reutlingen-Rommelsbach:








Die europaweite Kältewelle in diesem Februar hat in der Region Reutlingen seinen Höhepunkt erreicht. Die Hochdruckgebiete "Cooper" und "Dieter" haben in den vergangenen 2 Wochen trockene und sehr kalte Luftmassen zu uns gebracht. In Reutlingen waren die Auswirkungen nicht so dramatisch wie in anderen Teilen Europas. Dennoch wurden an der Wetterstation in Rommelsbach wiederholt neue "Rekordwerte" für die Tiefsttemperatur erreicht. In den Nächten mit annäherend idealen Bedingungen - dazu muß es sternenklar, trocken und windstill sein - sanken die Temperaturen auf Tiefstwerte bis zu -17,9°C und zuletzt am heutigen Sonntag Morgen -19°C - die tiefsten bisher an dieser Wetterstation gemessenen Werte (seit 2008).